W - von W3C bis WMP
W3C
Synonym für das „World Wide Web Consortium". 1994 von WWW-Erfinder Tim Berners-Lee gegründet, legt dieser Interessenverbund Normen für das World Wide Web fest und sorgt so für dessen Weiterentwicklung.
WAN (Wide Area Network)
Im Gegensatz zum lokalen Netz (LAN) spricht man vom WAN immer dann, wenn zur Datenübertragung ein Netz benutzt wird, das unter Umständen weltweite Entfernungen umspannt. Das herkömmliche Telefonnetz ist zum Beispiel ein WAN.
WAP
Mit diesem Standard lassen sich speziell aufbereitete Internet-Seiten oder -Dienste mit mobilen (drahtlosen) Endgeräten abrufen. Der Zugriff kann z. B. über ein Wap-fähiges Handy erfolgen. Für die Darstellung auf dem Display wurde die spezielle Programmiersprache WML entwickelt. Umfangreiche Bilder und Grafiken kommen dabei aber nicht in Frage.
Web 2.0
wurde als Schlagwort geprägt um einen Trend im World Wide Web zusammen zu fassen. Auslöser ist zunächst ein ganzen Bündel neuer technischer Möglichkeiten. Angefangen von den Vorteilen von Ajax, das einer Seite ungleich mehr Tiefe verleihen kann, finden auch immer mehr Dialoge unter den Netznutzern statt, werden Kommentarmöglichkeiten, geschaffen, wird bewertet, oder es werden eigene Inhalte eingebracht. Zeitgleich mit diesen neuen technischen Möglichkeiten starteten immer mehr Angebote, bei denen gerade diese Interaktivität im Mittelpunkt steht. Damit enstehen so genannte Social Media-Seiten, die abhängig vom User Generated Content oder Crowdsourcing sind und wo User an etwas Größerem arbeiten. Dazu gehört auch die Verschlagwortung von Artikeln mit Keywords. 2003 mit dem Namen Web 2.0 in der Zeitschrift CIO. Der Name verweist auf eine Versionsnummer, wie sie üblicherweise in Software-Namen vorkommt, wenn der nächste volle Versionsschritt einen Meilenstein erreicht. Mit einem Artikel von Tim O´Reilly namens „What is Web 2.0" gewann der Begriff 2005 noch viel mehr Bedeutung. In Deutschland wird das Konzept auch häufig als „Mitmach-Web" bezeichnet. Für O´Reilly war es der Schritt, mit dem das Internet zur Plattform wird, die ihrerseits wiederum ihre eigenen Gesetzen und Möglichkeiten hervorbringt.
Webchat
Chat, der als Web-Applikation aufgebaut ist. Verglichen mit dem IRC, der nach dem Client/Server-Prinzip funktioniert, bietet der Webchat weniger Komfort.
Webmaster
Eine Art technischer Leiter des Internet-Auftritts. Webmaster warten eine Website, indem sie sie aktualisieren und für technische Fragen zur Verfügung stehen.
Webmail
E-Mail-Programm, das als Web-Anwendung aufgebaut ist. Der User kann damit weltweit mit einem beliebigen Browser auf das System und damit auf seine E-Mails zugreifen. Bekannte Webmail-Systeme sind z. B. Hotmail, GMX, Gmail, oder Web.de.
Web-Server
Rechner, der Daten für das Internet bereitstellt, speichert oder weiterleitet.
Webstandards
Vom W3C festgelegte Normen für die Umsetzung von Internettechnologien.
Seit 1994 hat das W3C über neunzig Standards, auch „Empfehlungen" genannt, zu verschiedenen Internettechnologien entwickelt. Da zu den Mitgliedern des W3C so renommierte Unternehmen wie Adobe, Microsoft, Apple, Nokia u. a. gehören, besteht bei Webprojekten, die den strengen Standards der W3C-Komission entsprechen die Sicherheit, dass diese auf einer Vielzahl von technologischen Plattformen jetzt und auch in Zukunft unterstützt werden. Dies gewährleistet dem Entwickler und dessen Kunden eine zuverlässige Investitionssicherheit für seine Projekte.
Web-TV
Abbildung des Internets auf dem Fernsehbildschirm: Verschiedene Anbieter haben bereits Lösungen zur Konvertierung von HTML-Seiten in ein TV-kompatibles Format entwickelt. Der Fernseher muss für diese Funktion um eine entsprechende Set-Top-Box erweitert werden. Oft wird der Begriff auch missverständlich für die Übertragung von TV-Inhalten im Internet eingesetzt (vgl. Internet-TV).
Widget
Der Begriff Widget stammt aus der Kombination der Worte "Fenster" (Window) und Gadget (Zubehörgerät) und bezeichnet in einem Fenstersystem (wie z.B. Betriebssystem oder Browser) eingebettete Module, die bestimmte Funktionen oder Dienste zur Verfügung stellen. Häufig werden Widgets auch als "Desktop-Helfer" bezeichnet.
Typische Beispiele für Widgets sind zum Beispiel die Google-Desktop-Suche, die Anwendung Samurize unter Windows oder die Anwendungen unter "Dashboard" innerhalb von Mac OS X.
Winamp
Programm zum Abspielen von Video- und Sounddateien für das Windows-Betriebssystem. Winamp fällt allgemein in die Kategorie der Media Player und kann z. B. als MP3-Player genutzt werden.
WLAN (Wireless Local Area Network)
Blubb
WML (Wireless Markup Language)
Programmiersprache für die Darstellung von Informationen auf dem Display eines WAP-fähigen Handies.
WMP (Windows Media Player)
Software von Microsoft zum Abspielen von Bild- und Tondateien in Echtzeit (vgl. Media Player). Der Player war ursprünglich ausschließlich für Windows bestimmt, mittlerweile gibt es aber auch Versionen für andere Betriebssysteme.