I - von ICQ bis iTV

ICQ

Kürzel für das Wortspiel: I seek you („Ich suche dich"), das einen verbreiteten Instant Messenger bezeichnet. im Vergleich zu vielen anderen Programmen bietet ICQ die Möglichkeit des Offline-Messagings, d.h. der User kann auch Nachrichten an Kontaktpersonen senden, die zu diesem Zeitpunkt nicht online sind. Die Nachrichten werden auf dem ICQ-Server gespeichert und beim nächsten Login gesendet. Weitere Features sind:

IMAP

Protokollstandard für den E-Mail-Empfang: Im Gegensatz zu Pop3 bietet IMAP die Möglichkeit, E-Mail direkt auf dem Server zu verwalten, ohne diese herunterladen zu müssen. Der User kann seine E-Mails so von mehreren Orten aus (z. B. im Büro und zu Hause) abrufen und bearbeiten. Außerdem können über den IMAP-Server Ordner eingerichtet und Nachrichten innerhalb der Ordner verschoben werden.

Instant Messanger

Programm, das eine direkte Kommunikation von registrierten Benutzern über das Internet ermöglicht. Im Gegensatz zur E-Mail sieht der User jederzeit, ob der Empfänger gerade online ist und kann diesen direkt über eine Kurznachricht kontaktieren.

Viele Instant Messenger bieten darüber hinaus Chat-Funktionen und die Möglichkeit, Dateien oder Links zu versenden. Allen gemein ist, das der seine User seine Kontaktpersonen in sogenannten „Freundeslisten" zusammenstellt.

Internet

Das weltweit größte Computernetzwerk mit vielen Millionen Benutzern wurde 1969 gegründet und diente zunächst militärischen Zwecken. Mitte der 90er Jahre avancierte es zum Standardmedium für die Kommunikation per Computer. Grund für die wachsende Popularität war die Einführung des World Wide Web (WWW), das oft fälschlicherweise mit dem Begriff Internet gleichgesetzt wird. Andere Internet Basis-Dienste sind z. B.: E-Mail, Datentransfer, Chat, Newsgroups etc.

Internetforum

werden Diskussionsforen auf Basis von Internetseiten genannt, innerhalb derer sich Teilnehmer zu bestimmten Themen austauschen. Die Beiträge werden meist chronologisch geordnet, wobei in der Regel ein Thema mit einem Beitrag eröffnet wird, woraufhin alle sich darauf beziehenden Antworten diesem Posting untergliedern. Ein solcher Diskussionsfaden wird auch „Thread" genannt. Im Forum selbst werden die unterschiedlichen Themen bestimmten Oberbegriffen (sog. Topics) zugeordnet. Damit ist es möglich auch komplexe Themenfelder übersichtlich zu gliedern. Oft enthalten Internetforen auch ein Archiv, in das ältere Diskussionen verschoben werden.

InterNIC (Internet Network Information Centre)

Internationale Organisation zur zentralen Vergabe von Domains. Über InterNIC lässt sich auch kontrollieren, ob der gewünschte Domain-Name (vgl. URL) noch verfügbar ist. Die für Deutschland zuständige Organisation trägt den Namen DeNIC.

Internet-Television

Übertragung von TV-Sendungen im Internet: Bisher mit qualitativen Einschränkungen versehen, wird mit zunehmenden Übertragungskapazitäten eine direkte Wiedergabe von Video- und Audiodaten möglich (vgl. Streaming Media). Ob sich der PC langfristig als Rundfunk-Empfangsgerät etablieren wird, bleibt dabei fraglich. Internet-TV bietet sich aber v.a. für Zielgruppen-spezifische Formate und im Business-Bereich an.

Intranet

Ein geschlossenes Netzwerk, das auf der gleichen Technologie basiert wie das Internet. Firmen bauen Intranets auf, um Arbeitsabläufe innerhalb des Unternehmens zu koordinieren und eine effiziente Kommunikation zu ermöglichen. Das Intranet kann über einen Router auch an das Internet abgeschlossen sein.

ISDN (Integrated Services Digital Network)

Digitales Netzwerk der deutschen Telekom, das aus dem analogen Fernmeldenetz hervorgegangen ist. Über ISDN stehen dem User an einem Anschluss verschiedene Dienste wie z. B. Telefon, Fax oder Datenübermittlung zur Verfügung.

IP (Internet Protocol)

Protokoll zur Datenübertragung im Internet, Teil von TCP/IP.

IP-Adresse

Identifikationsnummer eines Computers im Internet: Die IP-Adresse besteht aus vier Zahlen zwischen 0 und 255, die durch Punkte getrennt sind. In der Praxis verwendet man aber den Domain-Namen, um sein Ziel im WWW zu erreichen. Ein Nameserver ermittelt dann die zugehörige IP-Adresse.

IP-Telefonie (Internet Protocol Telefonie)

Internetgestützte Telefonie: Das Voice over IP-Verfahren wandelt Sprache in Datenpakete um, die über eine Internet-Verbindung zum Empfänger gesendet werden. Damit entfallen teure Ferntarife, da die Verbindung lediglich zum Provider aufgebaut wird. Voraussetzung ist allerdings eine ausreichend hohe Bandbreite.

IRC (Internet Relay Chat)

Angebot im Internet, das die Online-Kommunikation mit anderen Teilnehmern in Echtzeit erlaubt. Diese können sich individuell oder in Gruppen auf sogenannten "Kanälen" unterhalten. Im Gegensatz zum Webchat ist die Verbindung über einen IRC-Client (ein darauf spezialisiertes Programm) wesentlich stabiler und komfortabler. Insgesamt gibt es beim IRC mehrere tausend Kanäle und bis zu 16000 Teilnehmer zu jeder Zeit.

ISP (Internet Service Provider)

Anbieter eines Internet-Zugangs, meist nur „Provider" genannt.

iTV („interaktives Fernsehen")

Im Gegensatz zum passiven TV-Konsum kann der Zuschauer hier interaktiv auf Programm oder Inhalte einwirken. Voraussetzung hierfür ist eine digitale Set-Top-Box, die die interaktiven Anwendungen empfangen kann. Dabei handelt es sich z. B. um abrufbare Zusatzinformationen oder programmbezogene Dienste wie den EPG. In Verbindung mit einer rückkanalfähigen Netzumgebung sind auch „echte" interaktive Dienste wie Shopping, Mailing oder Homebanking realisierbar. Ebenfalls technisch möglich sind E-Mail- und SMS-Service für digitales Fernsehen, allerdings scheinen sich die Lösungen nicht durchzusetzen, da das Fernsehen weiterhin vorwiegend passiv genutzt wird, wobei interaktive Nutzung eher ins Internet abwandert.

IVR (Interactive Voice Response)

ist eine Software-Anwendung für den Bereich Telefonie, welche sowohl Spracheingaben als auch Eingaben über die Telefontastatur zulässt. Dadurch können verschiedene Vorgänge ausgelöst werden, wie z.B. Daten können verändert u. gespeichert werden, oder aber es wird eine entsprechende Antwort veranlasst, wie z.B. eine Sprachnachricht, Fax, Rückruf, E-Mail, etc..

Mit einer IVR-Lösung lassen sich quasi alle denkbaren Dialog- und Funktionsszenarien verwirklichen. Seitdem IVR-Plattformen auf dem Internet basierend entwickelt werden, besteht eine optimale Verbindung zu allen anderen IP-basierenden Kommunikationskanälen und -diensten.

IVVR (Interactive Voice Video Response)

Basierend auf einer IVR-Anwendung unterstützt die IVVR neben der interaktiven Sprachsteuerung zusätzlich auch Videotelefonie. Nutzer mit UMTS-Telefon können über diesen Dienst z.B. durch Spracheingabe navigieren und ein Video auswählen, welches auf dem Telefondisplay abgespielt wird.